Eine Brustvergrößerung mit Implantaten gehört heute zu den häufigsten Eingriffen in der Plastisch‑Ästhetischen Chirurgie. Viele Patientinnen wünschen sich mehr Fülle, eine harmonische Form oder die Korrektur einer Asymmetrie. Trotz moderner OP‑Techniken, erfahrener Fachärzte und Premium‑Implantate kann jedoch auch eine Brustvergrößerung Komplikationen mit sich bringen. Viele dieser Phänomene sind weder gefährlich noch lebensbedrohlich, können aber das ästhetische Ergebnis deutlich beeinträchtigen und zu Unsicherheit führen.
Dieser Beitrag erläutert, welche typischen Komplikationen der Brustvergrößerung im Zusammenhang mit Brustimplantaten auftreten können, wie man sie erkennt und welche Korrekturmöglichkeiten es gibt.
Welche Komplikationen gibt es bei der Brustvergrößerung mit Implantaten?
Auch bei größter Sorgfalt, individueller Planung und erfahrenem Operateur bleiben Operationen deutliche Eingriffe in den Körper. Ein gewisses Restrisiko lässt sich nie vollständig ausschließen. Bei der Brustvergrößerung kommen zu den „klassischen“ OP‑Risiken wie Nachblutungen, Infektionen oder auffälliger Narbenbildung spezifische mögliche Probleme hinzu, die mit dem Implantat selbst oder dessen Lage zusammenhängen.
Dazu zählen:
Rippling der Brust: Wenn sich das Implantat abzeichnet
Das Rippling wird auch als Implantat-Fältelung bezeichnet. Hierbei handelt es sich um eine fühlbare und manchmal auch sichtbare Faltenbildung der Brustimplantate. Ursache hierfür sind meist zu wenig deckendes Eigengewebe oder zu weiche Implantate. Behoben werden kann das Problem durch einen Implantatwechsel oder durch eine Eigenfetttransplantation (Brustvergrößerung mit Eigenfett). Besonders schlanke Frauen, die einen geringen Haut-Weichteilmantel aufweisen, besitzen ein erhöhtes Risiko.
„Double-Bubble-Brust“: Doppelkonturierung der Brust
Beim Double-Bubble kommt es, vorzugsweise bei einer submuskulären Implantatplatzierung, also unterhalb des Brustmuskels, zu einer Doppelkonturierung der Brust. Die Komplikation entsteht dadurch, dass das Implantat unter die eigentliche Brustfalte rutscht. Gründe dafür sind beispielsweise:
- eine falsche Implantatwahl,
- eine Fehlpositionierung oder
- Druck durch den Brustmuskel.
Um diesem Problem vorzubeugen, ist eine korrekte, zu den anatomischen Gegebenheiten passende Implantatauswahl wichtig. Beheben lässt sich das Problem meist nur operativ durch Wechsel der Implantate ggf. mit Präparation einer neunen Implantattasche und einer Rekonstruktion der Unterbrustfalte.
Dislokation/Rotation: Wenn das Brustimplantat hin und her rutscht
Sind die Implantate nicht optimal in der Implantattasche platziert oder ist diese nicht stabil genug, ist eine Implantatrotation beziehungsweise eine Dislokation möglich, also das Hin- und Herrutschen der Brustimplantate. Besonders bei tropfenförmigen Implantaten kann dies deutlich sichtbar sein. In der Regel ist dann eine Korrektur bzw. eine erneute Operation notwendig.
Waterfall-Deformity: Wenn Gewebe über das Implantat rutscht
Bei der Waterfall-Deformity handelt es sich um eine besondere Form der Dislokation, die üblicherweise nur bei einer submuskulären Platzierung der Implantate auftritt. Bei schwachem Bindegewebe rutscht das über dem Implantat befindliche Gewebe nach unten, wobei aber das Implantat in seiner submuskulären Tasche an Ort und Stelle bleibt. Erkennbar ist dies an zwei Erhebungen, die sich bis zur Brustwarze ziehen. Dabei befindet sich das Implantat an korrekter Stelle und das heruntergefallene Brustgewebe unterhalb des Implantats.
Kapselfibrose: die bekannteste Implantat-Komplikation
Eine Kapselfibrose ist eine Reaktion auf das Implantat, die mit einer überschießenden Verkapselung daherkommt. Diese zieht sich schlimmstenfalls zusammen, wodurch es zu einer (schmerzhaften) Deformierung des Implantats und somit der Brust kommt. Rechtzeitig erkannt besteht die Möglichkeit, mit einer operativen Maßnahme das Problem so zu beheben, dass die Brustvergrößerung bestehen bleibt.
Bottoming out: Wenn das Implantat zu tief rutscht
Das sogenannte Bottoming out ist daran zu erkennen, dass die Implantate zu tief nach unten hängen, sodass die Brustwarzen wiederum zu hoch angesetzt wirken. Oftmals sind schlanke Frauen mit schwachem Bindegewebe hiervon betroffen. Mithilfe einer Bruststraffung kann hier jedoch Abhilfe geschaffen werden.
Double Bubble, Rippling und Co. vermeiden: Wie lassen sich die Risiken bei einer Brustvergrößerung senken?
Auch wenn sich nicht jede Brustvergrößerungs-Komplikation vollständig ausschließen lässt, spielt die Wahl der Klinik und des Operateurs eine entscheidende Rolle für das Risiko. In der Schlosspark Klinik Ludwigsburg werden Brustvergrößerungen ausschließlich von erfahrenen Fachärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie durchgeführt, die sich auf ästhetische Brustchirurgie spezialisiert haben.
Wichtig für eine komplikationsarme Brustvergrößerung ist insbesondere eine ausführliche Beratung und sorgfältige Planung. Für die geeignete Lage (über oder unter dem Brustmuskel bzw. subfascial) müssen berücksichtigt werden:
- die anatomischen Gegebenheiten
- die Qualität des Gewebes
- die Größe und Form der gewünschten Brust
- der Lebensstil der Patientin
Durch die Verwendung hochkohäsiver, formstabiler Silikongel-Implantate und geeigneter Oberflächen (glatt, mikro- oder nanotexturiert) wird das Risiko für Probleme wie Rippling, Rupturen oder Kapselfibrose weiter reduziert.
Mindestens ebenso wichtig wie die Operation selbst ist aber auch die Beachtung der Nachsorge: Das konsequente Tragen des Kompressions‑BHs, schonende körperliche Belastung in den ersten Wochen, der Verzicht auf starke Belastungen der Brustmuskulatur sowie die Teilnahme an den empfohlenen Kontrollterminen tragen wesentlich zu einem stabilen und schönen Ergebnis bei. Viele Komplikationen lassen sich früh erkennen und behandeln, wenn regelmäßige Kontrollen wahrgenommen werden. Daher gehört in der Schlosspark Klinik auch eine langfristige Nachbetreuung zum Behandlungskonzept.
Beratung zu Ihrer risikoarmen Brustvergrößerung in der Schlosspark Klinik Ludwigsburg
Für die meisten Patientinnen ist eine Brustvergrößerung ein sehr persönliches und oft emotionales Thema. Gerade, wenn Sie sich mit möglichen Risiken wie der Double-Bubble-Brust, einem Rippling oder der Sorge, dass das Brustimplantat hin und her rutscht, beschäftigen, ist eine ehrliche, verständliche und fundierte Beratung entscheidend.
In der Schlosspark Klinik Ludwigsburg nehmen sich unsere Fachärzte Zeit, Ihre individuellen Wünsche, Ihre Ausgangssituation und mögliche Risiken ausführlich zu besprechen. Sie erhalten eine realistische Einschätzung zu den zu erwartenden Ergebnissen, ebenso wie zu den Grenzen des Machbaren und den Optionen im Fall späterer Korrekturen oder eines Implantatwechsels.
Interessieren Sie sich für eine Brustvergrößerung oder haben bereits Implantate, sind aber mit Form oder Gefühl Ihrer Brust unzufrieden? Dann vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer Sprechstunde. Wir besprechen gemeinsam Ihre Möglichkeiten einer formschönen Brust, mit der Sie sich endlich wohlfühlen.
