Im Rahmen einer Brustvergrößerung bevorzugen die meisten Patientinnen die Verwendung von Implantaten. Im Vergleich zur Methode mit Eigenfett besteht hier die Möglichkeit, die gewünschte Brustform und das Volumen gezielt zu planen und zu verwirklichen. Dabei stellt sich jedoch stets die Frage: Wie lange sind die eingesetzten Implantate haltbar? Ist irgendwann ein Austausch notwendig?
Tatsächlich ist die Lebensdauer von Brustimplantaten nach wie vor ein häufig diskutiertes Thema in der Plastischen Chirurgie. Verständlich: Viele Patientinnen erwarten eine möglichst lange Haltbarkeit. Doch sollten Sie sich hier bewusst machen, dass die Lebensdauer von mehreren individuellen und äußeren Faktoren beeinflusst wird.
In diesem Beitrag gehen wir detailliert auf die Haltbarkeit von Brustimplantaten ein und beleuchten mögliche Gründe für einen notwendigen Wechsel.
Brustimplantat Haltbarkeit: Wie lautet die bisherige „Faustregel“?
Brustimplantate der älteren Generation
Die Haltbarkeit von Brustimplantaten wurde lange Zeit mit etwa zehn Jahren angegeben. Diese Einschätzung galt insbesondere für Implantate älterer Generationen, die durch Verschleiß und mechanische Einflüsse früher beschädigt werden konnten. Solche Risse oder Undichtigkeiten führten dazu, dass Patientinnen oft routinemäßig nach zehn Jahren zu einem Wechsel ihrer Implantate geraten wurde, unabhängig davon, ob Komplikationen auftraten oder nicht.
Brustimplantate der neuen Generation
Heutige Brustimplantate sind aufgrund flexibler Materialien und technischer Fortschritte deutlich langlebiger. Im Allgemeinen können moderne Implantate bei guter Pflege und regelmäßiger Kontrolle deutlich länger als die früher angenommenen zehn Jahre in der Brust verbleiben – manchmal sogar lebenslang.
Trotzdem bleibt die regelmäßige Kontrolle durch den behandelnden Arzt essenziell, besonders wenn die Implantate eine längere Lebensdauer haben. In einigen Fällen, in denen der Körper Veränderungen zeigt oder medizinische Notwendigkeiten auftreten, können Brustimplantate auch nach 15 bis 20 Jahren ausgetauscht werden.
Welche Brustimplantate halten länger?
Moderne Brustimplantate haben die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte maßgeblich verändert. Dank Weiterentwicklungen im Bereich der Materialien und des Herstellungsprozesses zeichnen sich diese Modelle durch ihre erhöhte Haltbarkeit und Formstabilität aus.
Dazu tragen unter anderem die folgenden Verbesserungen bei:
- Festes Silikongel: Hochkohäsives Silikon hält selbst bei größerer mechanischer Belastung oder Verschleiß seine Form und bleibt auslaufsicher.
- Stabile Implantathülle: Die äußere Hülle der Implantate wurde so optimiert, dass sie widerstandsfähiger und langlebiger ist.
Einige führende Hersteller bieten mittlerweile lebenslange Garantien für ihre Implantate, ein deutliches Zeichen für ihre Qualität und Zuverlässigkeit. Diese modernen Modelle zeichnen sich zudem durch eine reduzierte Kapselfibrose-Rate aus, was zusätzlich zur Sicherheit und Langlebigkeit beiträgt.
Gründe für einen vorzeitigen Implantatwechsel
Obwohl die Haltbarkeit moderner Brustimplantate erheblich verbessert wurde, gibt es Situationen, in denen ein vorzeitiger Austausch sinnvoll oder sogar notwendig wird. Solche Fälle hängen weniger mit der Qualität der Implantate selbst zusammen, sondern beruhen oft auf individuellen Faktoren.
Verletzungen der Brust
Ereignisse wie Unfälle oder Stürze können dazu führen, dass ein Brustimplantat beschädigt wird. Häufig ist dies durch einen Riss in der Implantathülle oder eine Rotation von nicht runden Implantaten gekennzeichnet. Solche Verletzungen bedürfen einer ärztlichen Abklärung, um den Zustand des Implantats zu beurteilen und gegebenenfalls einen Austausch durchzuführen.
Brustrekonstruktion nach einer Krebserkrankung
Wurden Brustimplantate nach einer Brustrekonstruktion, als Folge einer Krebserkrankung, eingesetzt, ist in der Regel von einer kürzeren Lebensdauer auszugehen. Dies hängt vor allem mit der körperlichen Beschaffenheit der Brust zusammen. So schwächen zum Beispiel Bestrahlungen das Gewebe, was zur Folge hat, dass die Haut dünner wird. Dies wiederum führt dazu, dass die Brust anfälliger für Komplikationen ist. Aufgrund dessen ist ein Wechsel der Implantate hier keinesfalls überraschend.
Kapselfibrose
Eine Kapselfibrose zählt zu den häufigsten medizinischen Gründen für einen Implantatwechsel. Diese Komplikation tritt auf, wenn sich das Gewebe um das Implantat verdickt und verhärtet, wodurch es Schmerzen und eine deformierte Brustform verursachen kann. In solchen Fällen ist ein fachgerechter Austausch des Implantats notwendig, um die Beschwerden zu lindern und die Brustform wiederherzustellen.
Wunsch nach neuer Körbchengröße
Einige Patientinnen entscheiden sich auch für einen Implantatwechsel aus ästhetischen Gründen. Sei es der Wunsch nach einem kleineren oder größeren Volumen oder der Wechsel von einer Form zu einer anderen (etwa von runden zu anatomischen, tropfenförmigen Implantaten). Auch die Entscheidung gegen Brustimplantate und für eine vollständige Entfernung ist nicht ungewöhnlich.
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